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Im Mittelpunkt von SRA steht immer ein Zweikanal-EKG. Bei der Aufzeichung wird die Herzratendynamik dokumentiert und für mathematische Verfahren lesbar gemacht. Ein Algorithmus schließlich entdeckt bei Vorhandensein bestimmte atypische Muster, die auf ein Vorhofflimmern – aktuell oder zeitlich weiter zurückliegend – hinweisen.
Lorenzplot zur Visualisierung der Herzratendynamik Um ein EKG mit nicht linearen Verfahren bearbeiten zu können, muss es zunächst in eine Form gebracht werden, die einer mathematischen Beschreibung zugänglich ist. Eine von mehreren Möglichkeiten ist die des so genannten Poincaré-Plots. Hierfür werden aus einer klassischen kontinuierlichen EKG-Aufzeichnung aufeinander folgende RR-Intervalle in einem Koordinatensystem aufgetragen: das erste Intervall auf der x-Achse, das zweite auf der y-Achse usw.
Konstruktion eines Poincaré-Plots aus einem EKG
Exemplarisch ein Lorenzplot eines Probanten mit normalem Herzschlag (auch Sinusrhythmus genannt).
Poincaré-Plot für Sinus-Rhytrhmus
Mathematik analysiert und bewertet die Herzratendynamik Vorhofflimmern wird im klassischen EKG normalerweise am Fehlen der P-Welle erkannt, sofern es im Aufzeichnungszeitraum vorhanden ist. Gleichzeitig wird auch die ventrikuläre Respons, also die Dynamik der RR-Intervalle, unregelmäßig. In einer Vielzahl von Publikationen konnte gezeigt werden, dass solche Unregelmäßigkeiten in der Herzschlagdynamik im Falle von paroxysmalem Vorhofflimmern auch zu finden sind, wenn der Vorhof gerade nicht flimmert.
Das Erkennen dieser unregelmäßigen RR-Intervalle ist nur unter Einbeziehung nicht linearer mathematischer Verfahren möglich. Aus einer Kombination von sechs Parametern zur Beschreibung dieser Muster und dem Vergleich mit einem Kollektiv gesunder Probanden konnten Veränderungen der Herzschlagdynamik, die in Zusammenhang mit paroxysmalem Vorhofflimmern stehen, mit hoher Sensitivität identifiziert werden. In der vollkommen automatisierten SRA wird das EKG-Signal vor der eigentlichen Berechnung von Artefakten bereinigt und eventuell vorhandene ventrikuläre Extrasystolen (VES ) werden identifiziert, da sie nicht in die Berechnung des Risikos für Vorhofflimmern eingehen. Gleichzeitig kann damit zwischen Herzrhythmusstörungen im Zusammenhang mit Vorhofflimmern und anderen Herzrhythmusstörungen unterschieden werden.
Report bringt’s auf den Punkt Der Einsender erhält binnen Minuten den automatisch erstellten Report als PDF-Datei per E-Mail zugesandt oder kann den SRA-Report über seinen Datenbankzugriff erhalten. Dieser enthält die zugewiesene Identifikationsnummer und als Ergebnis der Analyse die ermittelten Risikostufen nebst grafischer Darstellung der Herzratendynamik als Poincaré-Plot.
Eine Untersuchung mit dem SRA-Verfahren ist denkbar einfach und schnell in wenigen Schritten durchzuführen. Wie sie funktioniert, ist hier im Film zu sehen.
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