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Problemfeld

 

Bei einem Schlaganfall oder Hirninfarkt (medizinisch auch benannt als zerebraler oder apoplektischer Insult) fallen unvermittelt bestimmte Funktionen im Gehirn aus; diese können unter anderem Lähmungserscheinungen, Gangunsicherheiten, Seh- und Sprechstörungen sowie Taubheit zur Folge haben.

Deutschlandweit ereignen sich 200.000 Schlaganfälle pro Jahr (stat. Bundesamt).


 

 

 

Problemfeld Schlaganfall

Es kann jeden treffen
Grundsätzlich kann jeder betroffen sein, es gibt jedoch
Risikogruppen, wobei Frauen häufiger als Männer betroffen sind. Das sind unter anderem Personen zumeist über 45 Jahre alt, deren Bluthochdruck unbehandelt ist oder die Diabetiker sind oder unter Vorhofflimmern leiden. Erschwerend kommt hinzu, wenn diese Risikogruppen sich nicht ausreichend bewegen, rauchen und übergewichtig sind; auch Leistungssportler erleiden merklich oft Schlaganfälle. Bestehen zudem Feststoffwechselstörungen, das heißt der Gesamtcholesterinwert liegt ständig über 240 mg/dl, erhöht sich das Risikoprofil zusätzlich.

Verschiedene Arten und Auslöser
Der Hirninfarkt trägt mit 78 Prozent zur Gesamtheit aller Schlaganfall-Typen bei. Unterschieden wird dabei zwischen sogenannter Thromboembolie (Verschluss einer Arterie durch einen Blutpfropf) oder dem Verschluss einer Hirnarterie durch Gefäßverkalkung. Auslöser von Hirninfarkten sind Gerinnsel, die der Blutstrom in die Hirngefäße transportiert hat. Die Blut- und Sauerstoffversorgung ist dann in bestimmten Regionen des Gehirns nicht mehr ausreichend. Dort entsteht eine Mangeldurchblutung, die einen Hirninfarkt auslösen kann. Bei 65 Prozent der Patienten, die einen kardiogen-embolischen Schlaganfall erlitten haben, war Vorhofflimmern der Auslöser; bei ihnen können sich Gerinnsel im linken Vorhofohr bilden.

Nur 14 Prozent der Schlaganfälle entstehen aufgrund einer Hirnblutung. Ursache ist meist hoher Blutdruck, wenn die Werte ständig über 140/90 mm HG liegen. Hier gilt: je höher die Blutdruckwerte, desto höher das Risiko. Unter hohem Druck tritt das Blut aus den geplatzten Gefäßen, und diese Blutansammlung drückt auf die benachbarten Nervenzellen, die dann geschädigt werden können. Lediglich acht Prozent der Schlaganfälle beruhen auf Störungen im Gerinnungssystem, Blutungen zwischen Gehirn und der weichen Hirnhaut oder Gefäßverletzungen, wenn beispielsweise ein Schleudertrauma vorliegt oder eine plötzliche heftige Kopfbewegung erfolgt.

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